Immer wieder gibt es Fälle, in denen Polizisten Verbindungen in rechte Kreise haben. In Thüringen ist das aber nicht der Fall, stellt die Staatsanwaltschaft fest. Daher stellt sie Ermittlungen gegen Beamte ein. Verfahren wird es allerdings geben, allerdings gegen drei mutmaßliche Rechtsextremisten

Im Zusammenhang mit der rechtsextremen Kampfsportgruppe Knockout 51 hat die Staatsanwaltschaft Gera alle Ermittlungen gegen Thüringer Polizisten eingestellt. Die Untersuchungen ergaben keinen Hinweis auf Verbindungen der Polizei zu rechtsextremen Netzwerken, wie das Landesinnenministerium in Erfurt mitteilte. In den insgesamt 20 Verfahren seien keine strafbaren Handlungen nachgewiesen worden.

Die internen Ermittler der Thüringer Polizei hatten demnach seit Herbst 2023 in Zusammenarbeit mit Bundeskriminalamt und Generalbundesanwalt Vorwürfe wegen der Verletzung von Dienstgeheimnissen und der Strafvereitelung im Amt geprüft. Diese Ermittlungen hätten gezeigt, dass Mitglieder von Knockout 51 gegenüber Dritten mit angeblichen Kontakten zur Thüringer Polizei geprahlt hätten, erklärte das Ministerium.

Es habe auch Versuche gegeben, junge und unerfahrene Polizeibeamte für die Zwecke der Gruppe zu manipulieren. Hinweise auf tatsächliche Verbindungen oder Einflussnahmen der Gruppe auf die Polizei gebe es jedoch nicht.

Knockout 51 wohl terroristische Vereinigung

Erst am Donnerstag hatte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe mitgeteilt, dass Knockout 51 bei vorläufiger Bewertung hinreichend verdächtig sei, eine terroristische Vereinigung zu sein. Da der Fall außerdem besonders wichtig ist, muss über eine Anklage gegen drei mutmaßliche Mitglieder nun das Oberlandesgericht in Jena verhandeln, nicht das Landgericht Gera.

Die Neonazi-Gruppe steht seit Längerem im Visier von Polizei und Justiz. Sie soll sich in den thüringischen Städten Eisenach und Erfurt gebildet haben, aber auch überregional ein fester Bestandteil der rechtsextremistischen Szene sein. Laut Generalbundesanwalt soll die Gruppe Männer angelockt und für gewaltsame Angriffe auf die Polizei sowie Andersdenkende geschult haben. Sie soll teilweise auch das Töten von Linksextremisten angestrebt haben.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke