Immer wieder machen die Menschen auf Grönland klar, dass sie kein Teil der USA sein wollen. Donald Trump ist trotzdem nicht von seinen Plänen abzubringen. Das Ergebnis der Kommunalwahl macht die Haltung vieler Einwohner nun erneut deutlich. Auch in Bezug auf Dänemark.

Die sozialdemokratische Partei Siumut hat die Kommunalwahl in Grönland gewonnen. Wie aus den veröffentlichten Ergebnissen hervorgeht, wurde die Partei in drei der fünf Kommunen der Insel stärkste Kraft. Die Abstimmung fand vor dem Hintergrund der wiederholten Drohungen von US-Präsident Donald Trump zur Annexion des dänischen Autonomiegebiets statt. Siumut befürwortet einen schrittweisen Übergang zur Unabhängigkeit Grönlands.

Trotz der internationalen Schlagzeilen wurde der Wahlkampf von lokalen Themen wie Gesundheit, Wohnungsbau, Tourismus und Bergbau dominiert. Erst vor drei Wochen hatten in Grönland Parlamentswahlen stattgefunden, bei denen Siumut auf dem vierten Platz gelandet war.

Trump hatte in den vergangenen Wochen mehrmals Ansprüche auf die Arktis-Insel angemeldet und damit gedroht, Grönland notfalls mit Gewalt den Vereinigten Staaten einzuverleiben. Erst am Sonntag sagte er wieder: "Wir werden Grönland bekommen. Hundertprozentig." Laut einem Bericht der "Washington Post" schätzt das Weiße Haus derzeit die Kosten, die der US-Regierung durch eine Übernahme Grönlands entstehen würden.

Der neue Regierungschef Grönlands, Jens-Frederik Nielsen, hat die US-Pläne vehement zurückgewiesen. Auch Dänemark lehnt eine Annexion entschieden ab. Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen besuchte am Mittwoch die Insel. Sie wolle sich bis Freitag in Grönland aufhalten, um die "Einheit" zwischen Dänemark und dem arktischen Inselgebiet zu stärken, erklärte ihr Büro.

Grönland gehört zu Dänemark, ist aber weitgehend autonom. Auf der größten Insel der Welt leben rund 57.000 Menschen. Im Boden lagern wertvolle Rohstoffe, die bisher kaum genutzt werden.

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